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Leistungsfähigkeit und Lebensqualität stark beeinträchtigt
MELT-Studie: Frauen zu Migräne befragt
In der in acht europäischen Ländern und in Israel durchgeführten MELT-Studie* (Akronym für Migräne-Einfluss auf Leben und Therapie) wurden 1810 berufstätige oder studierende Migräne-Patientinnen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren in einem Telefoninterview zu ihrer Lebensqualität befragt. Die Studienteilnehmerinnen mussten an mindestens sechs Kopfschmerz- oder Migräneattacken während der vorangegangenen 12 Monate gelitten haben. Die wichtigsten Ergebnisse aus der deutschen Umfrage wurden von Professor Gunther Haag aus Königsfeld zusammengefasst.
Die Studie ergab, dass 51% der deutschen Migräne-Patientinnen mindestens einmal in den letzten zwölf Monaten arbeitsunfähig waren. Ihre berufliche Leistungsfähigkeit beurteilten zwei Drittel der Patientinnen als beeinträchtigt.
Über die Hälfte der Migräne-Patientinnen stießen bei ihren Vorgesetzten auf fehlendes Verständnis, wenn sie Termine nicht einhalten konnten oder bei wichtigen Besprechungen oder Prüfungen fehlten.
Im Privatbereich mussten 64 % der befragten Migräne-Patientinnen Termine absagen und 43 % konnten sich während eines Anfalls nicht ausreichend um ihre Familie kümmern.
Trotz der Ergebnisse dieser Studie werden Triptane in Deutschland nur bei etwa 10% der Patienten verordnet. Es ist allerdings bekannt, dass etwa ein Drittel der Patienten an schwerer Migräne leidet, bei der nach Empfehlung der Fachgesellschaft DMKG (Deutsche Migräne- und Kopfschmerz Gesellschaft) Triptane als Mittel der 1. Wahl eingesetzt werden sollten.
*Gunther Haag: Migraine and quality of life - results of the MELT survey. Nervenheilkunde 2004; 23: 297-299
Quelle: wdv Medical Communication Center
:wdv Gesellschaft für Medien & Kommunikation mbH & Co. OHG
Bad Homburg

