Medikamentenkopfschmerz
Medikamentenkopfschmerz entsteht durch häufige oder regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln und bedarf meistens einer Entzugsbehandlung. Wer Kopfschmerzen regelmäßig auf eigene Faust bekämpft, riskiert viel mehr als er gewinnt. Denn das kann den Weg für den so genannten medikamentenbedingten Kopfschmerz ebnen. Gerade die frei verkäuflichen Schmerzmittel, zu oft oder zu regelmäßig zur Bekämpfung von Kopfschmerzen eingenommen, können selbst neue Kopfschmerzen verursachen – gegen die der Betroffene erneut Medikamente einnimmt. Auf diese Weise entsteht ein gefährlicher Teufelskreis. Besonders gefährdet sind Patienten mit Migräne oder auch mit Spannungskopfschmerzen, die sich nicht fachkundig von ihrem Arzt oder Apotheker beraten lassen. Medikamentenkopfschmerzen betreffen vor allem Frauen. Das Verhältnis Frauen zu Männer erstreckt sich von 5:1 bis zu 12:1. Der Medikamentenkopfschmerz ähnelt dem Spannungskopfschmerz. Die Kopfschmerzintensität ändert sich im Laufe des Tages nur wenig. Die meisten Betroffenen erleben kaum noch schmerzfreie Tage. Wenn der ursprüngliche Schmerz eine Migräne war, können noch heftige, pulsierende Kopfschmerzen – meist in den frühen Morgenstunden – hinzukommen.
Neben den Dauerkopfschmerzen durch Schmerzmittel riskieren die Betroffenen aufgrund der dauerhaften und häufigen Schmerzmitteleinnahme noch weitere körperliche Probleme: Nicht nur Nieren- und Leberschäden, sondern auch Blutbildveränderungen sind keine Seltenheit. Außerdem leiden die Betroffenen oft an Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren, die zu gefährlichen Blutungen führen können.
Die Behandlung des Medikamentenkopfschmerzes ist kompliziert. Häufig hilft nur noch ein echter Medikamentenentzug, der in fachkundige Hände gehört. Die meisten Patienten gehen dazu in eine Klinik.
Bei einem sachgemäßen Gebrauch von Kopfschmerzmedikamenten ist die Gefahr eines medikamentenbedingten Kopfschmerzes am geringsten.

