Clusterkopfschmerz
Clusterkopfschmerzen treten in schnellen Abfolgen von Attacken auf und betreffen die Augenregion einer Seite.
"Cluster" ist englisch und heißt "Häufung". Während einer "Clusterphase" können bei dieser Kopfschmerzform pro Tag eine bis acht Attacken auftreten, von jeweils einer halben Stunde bis zu zwei Stunden Dauer. Clusterkopfschmerzen werden als besonders heftig und meist schmerzhafter als eine durchschnittliche Migräneattacke empfunden. Die Schmerzen sind bohrend, stechend und treten bevorzugt aus dem Schlaf heraus auf. Sie sind immer streng einseitig lokalisiert, die Betroffenen nehmen den stärksten Schmerz hinter dem Auge und um das Auge herum wahr. Häufig gehen die Schmerzen mit dem Hängen des gleichseitigen Augenlides, einer engen Pupille, einer Rötung des entsprechenden Auges und mit einer Gesichtsrötung einher.
Der Clusterkopfschmerz tritt charakteristischerweise in einem bestimmten Zeitraum besonders häufig auf. Dann lässt er den Geplagten meistens wieder für längere Zeit in Ruhe. Zwischen den Häufungen von Clusterattacken liegen teilweise Monate oder auch Jahre, es existieren jedoch auch chronische Fälle von Clusterkopfschmerz. Kopfschmerzexperten bezeichnen die Erkrankung auch als "Bing-Horton-Syndrom". Sie betrifft vorwiegend Männer. Diese leiden viermal so häufig darunter wie Frauen. Typischerweise beginnen diese Art Kopfschmerzen im dritten oder vierten Lebensjahrzehnt.
Die Ursache des Clusterkopfschmerzes ist unbekannt. Die Schmerzen lassen sich in der Regel nicht mit den gängigen Schmerzmitteln behandeln. Hilfe können verschreibungspflichtige Medikamente speziell für diese Form des Kopfschmerzes bringen. Clusterkopfschmerz-Patienten sind am besten bei einem Neurologen aufgehoben.

