Mit Medikamenten vorbeugen
Bei häufigen Migräneattacken können einige regelmäßig eingenommene Medikamente die Zahl der Anfälle reduzieren.
Bei häufigen Migräne-Attacken haben Ärzte auch die Möglichkeit, mit Medikamenten Migräneattacken vorzubeugen. Dabei nutzen sie die Wirksamkeit von bestimmten Substanzen, die ursprünglich nicht für die Migränetherapie entwickelt worden sind. So setzen viele Ärzte beispielsweise so genannte Betablocker oder Kalziumantagonisten zur Migränevorbeugung ein. Betablocker dienen sonst zur Behandlung eines zu hohen Blutdrucks und anderer Herz-Kreislauf-Krankheiten. Ihre positive Wirkung auf die Migräne wurde zufällig entdeckt. Warum sie wirken, ist bislang unbekannt. Ähnliches gilt für die Kalziumantagonisten: Auch sie wurden ursprünglich für Störungen bzw. Erkrankungen der Blutgefäße entwickelt, erwiesen sich jedoch bei vielen Patienten als wirkungsvoll in der Migränevorbeugung. Es gibt noch eine Reihe weiterer Substanzen, die dazu eingesetzt werden können. Welche davon speziell für Sie geeignet sein könnten, kann nur Ihr Arzt entscheiden.
Die Vorbeugung mit Medikamenten ist eine längerfristige Behandlung, die in der Regel nicht sofort Wirkung zeigt. Bei den meisten Medikamenten kann der Behandlungserfolg frühestens nach zwei Monaten beurteilt werden. Auch hier ist die Mitwirkung des Patienten besonders wichtig. Dieser sollte die Entwicklung seiner Krankheit in seinem Migräne-Tagebuch festhalten.

