Spezifische Substanzen
Während früher bei der Behandlung von Migräne die Symptome selbst im Mittelpunkt standen, wird heute durch die Verwendung von spezifischen Migräne-Medikamenten - so genannte Triptane - der Migräneschmerz bekämpft, wo er entsteht.
Triptane sind ähnlich aufgebaut wie der körpereigene Botenstoff Serotonin, welcher bei der Migräne-Entstehung eine entscheidende Funktion hat. Bei einer Attacke kommt es zu einem Ungleichgewicht des Serotonin-Haushaltes im Gehirn. Die Folge: Blutgefäße weiten und entzünden sich, Nerven werden stimuliert. Dadurch entstehen die typischen Migräne-Symptome.
Triptane ahmen die Wirkung des Serotonins nach, indem sie an den Rezeptoren andocken und dort die Wirkung auslösen, die das Serotonin hätte auslösen müssen: die geweiteten und entzündeten Blutgefäße in der Hirnhaut werden wieder auf Normalgröße verengt. Indem sie im Migräneherd wirken, bekämpfen Triptane neben den Kopfschmerzen auch andere typische Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit, welche durch normale Kopfschmerzmittel nicht behandelt werden.
So wirken Triptane, z.B. Naratriptan
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Nehmen Patienten ein Triptan bereits zu Beginn einer Attacke ein, haben sie gute Chancen, ihre Migräneattacken deutlich erträglicher zu machen und sie auch deutlich zu verkürzen.


