Lebensqualität: Das Maß der Dinge
Die durch die Migräne eingeschränkte Lebensqualität wieder zu verbessern ist letztlich das Ziel jeglicher Behandlung.
Das Schlimmste an der Migräne ist für die meisten Betroffenen der akute Schmerz. Ihn zu lindern ist das wichtigste Motiv bei der Suche nach Behandlungsmöglichkeiten. Migränepatienten leiden auch zwischen den einzelnen Krankheitsattacken. Denn die Krankheit beeinträchtigt auch in der schmerzfreien Zeit die Lebensqualität.
Eine Migräne ist nicht berechenbar und bedroht deshalb ständig die Terminplanung. Migräneattacken lassen ein nettes Abendessen ebenso von jetzt auf gleich platzen wie Geschäftstermine. Mütter können nicht kalkulieren, ob sie zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Lage sind, ihre Kinder zu beaufsichtigen. Diese ständige Ungewissheit stellt eine hohe Dauerbelastung dar, führt zu Stress - und begünstigt so das Auftreten eines neuen Anfalls.
Auch während der Attacke ist der Patient neben den starken Schmerzen zusätzlich psychischen Belastungen ausgesetzt. Häufig können oder wollen Kollegen oder Familienmitglieder eines Migränepatienten nicht akzeptieren, dass der Betroffene krank ist. Deshalb steht der Erkrankte selbst im akuten Anfall unter dem Zwang, seine Schmerzen herunterzuspielen. Er versucht zu signalisieren, "alles sei in Ordnung" und "er/sie funktioniere".
Die Lebensqualität eines Migränepatienten ist daher sowohl während der Attacke als auch in der schmerzfreien Zeit stark beeinträchtigt. Studien haben gezeigt, dass Migränepatienten ihre Lebensqualität als deutlich geringer empfinden als die Normalbevölkerung. Daher gehört zu einer guten Migränetherapie die Verbesserung der Lebensqualität.

